Neu gegründete E-Jugend spielt sich in die Region-Liga

team-03Für die E-Jugend der Sportgemeinde Hüttenfeld war die bisherige Saison ein großes Abenteuer. Gerade neu gegründet, ging sie mit einem Mini-Kader von nur acht Kickern in die Spielzeit. Zweimal pro Woche wurde ab Ende August im neuen Umfeld trainiert. Die Verantwortlichen der SG zeigten sich über die Zugänge hoch erfreut, zumal man im Vorjahr keine E-Jugend in den Wettbewerb schicken konnte. Schon der Anfang war sehr verheißungsvoll. Einer Anfrage aus Einhausen folgend, absolvierte man am 28. August ein erstes Spiel im Hüttenfelder Trikot gegen die ebenfalls kurz zuvor ins Leben gerufene E-Jugend der SG Einhausen. Das verblüffende Resultat: 27:0 und ein erster kleiner Hinweis auf die eigene Spielstärke. Spätestens ab jetzt fieberte die Truppe um die Trainer Jürgen Klotz und Gzim Morina dem ersten Punktspiel der Kreisliga-Qualifikationsrunde entgegen. Am 10. September ging es nach Birkenau. Nach anfänglicher Nervosität und einem schnellen Rückstand antwortete man prompt. Schon zur Halbzeit stand es 5:1, am Ende und nach einigen vergebenen Chancen 5:3. Partie Nummer zwei brachte mit dem JFV Unterflockenbach/Trösel einen weiteren echten Prüfstein. Schnelles Passspiel und konsequent angenommene Zweikämpfe brachten im ersten Heimspiel der Saison das zweite 5:3. Neben der Spielfreude der Hüttenfelder waren es immer wieder die im Training einstudierten Standards wie Eckbälle, die die Gegner ein ums andere Mal vor unlösbare Rätsel stellte. Aber zum Fußball gehören nunmal Rückschläge und auch die Hüttenfelder mussten einen solchen verdauen. Ins Spitzenspiel gegen Lorsch ging man mit einem sehr dezimierten Kader, sogar kranke Spieler standen auf dem Platz, um überhaupt vollzählig antreten zu können. Nach einem enttäuschenden 0:6 schienen die 10-Jährigen deprimiert und hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen zu sein. Doch hier zeigte der Nachwuchs echte Nehmerqualitäten und Charakter. Nur sieben Tage später spielte er im Derby den VfB Lampertheim an die Wand. Die Kernstädter hatten großes Glück nur mit 4:7 zu unterliegen und das Beste: Die Konkurrenz aus Lorsch patzte erstmals und unterlag gegen Unterflockenbach/Trösel. Der letzte und entscheidende Spieltag war dann an Spannung kaum zu überbieten, obgleich die Jungs aus Hüttenfeld mit ihren Kontrahenten kurzen Prozess machten. Beim Sportverein Fürth führten sie schon zur Halbzeit mit sage und schreibe 8:0, am Ende stand das Rekordergebnis von 14:3. Die Quali-Runde schien mit einem sehr guten zweiten Platz zu Ende zu gehen, doch es kam noch besser. Auf dem Rückweg erreichte die Mannschaft eine Nachricht, mit der niemand gerechnet hatte: Lorsch hatte sein Heimspiel gegen Birkenau mit 1:4 verloren, Platz 1 in der Gruppe war erreicht, der Aufstieg sicher. Das Resultat: Die Kinder der SG Hüttenfeld haben es als erste Mannschaft der Sportgemeinde seit vielen Jahren geschafft, sich für die Region-Liga zu qualifizieren. „Über fünfzig E-Jugend-Mannschaften gibt es im Kreis Bergstraße und nur vier schaffen es in die Region-Liga, darauf sind alle hier mächtig stolz“, zeigten sich die beiden Trainer unisono optimistisch, in der höchsten Liga dieser Altersklasse kein Kanonenfutter zu sein. Immerhin heißen die Gegner ab sofort nicht mehr Bürstadt oder Biblis, sondern Darmstadt 98 und Viktoria Griesheim. Jürgen Klotz: „Hier werden ganz dicke Bretter gebohrt, aber ich glaube, dass diese Erfahrung den Jungs gut tut, egal wie die Ergebnisse lauten werden. Denn wer kann schließlich von sich behaupten, in seiner Jugend Punktspiele gegen Darmstadt 98 gehabt zu haben.“